Die 3 sicheren Wege, um Geld mit Facebook Werbung zu verbrennen

Geld verbrennen Facebook

28 Jan Die 3 sicheren Wege, um Geld mit Facebook Werbung zu verbrennen

Lass uns nicht lang um den heißen Brei reden: Wer auf Facebook Aufmerksamkeit will, der muss heute für Werbung bezahlen. Das weiß ich. Das weißt Du. Auch wenn Du im Internet schon x Online-Kurse gefunden hast, die Dir erklären, wie das ohne Werbung geht. Dabei ist es ganz einfach: Der Dienst Facebook ist gratis für die User. Die Unternehmen müssen bezahlen. Das ist das gleiche System wie beim TV und es funktioniert.

Die organische und damit kostenlose Reichweite von Beiträgen ist inzwischen so unglaublich beschissen, dass es ohne Werbung einfach nicht mehr geht. Besonders, wenn man tatsächlich ein Produkt verkaufen will. Laut letzten Studien von Fanpagekarma schaffen es ja nicht einmal die  größten 1.000 Facebook-Seiten in Deutschland gute Interaktionsraten auf den Zähler zu bekommen. Bei 2,4% Interaktion flippen schon alle aus. Daher wollen auch immer mehr Unternehmen mit Facebook Werbung arbeiten. Jetzt haben sich die Preise für Werbeschaltungen drastisch erhöht.

Aber es gibt drei wirklich sichere Wege, um Dein spärliches Facebook Werbebudget regelrecht zu verbrennen.

1. Fans gewinnen
2. Webseite bewerben
3. Call-To-Action hervorheben

Jetzt werden sicher einige gleich zu den Kommentaren runter scrollen um zu schreiben, dass sie diese Werbeform höchst erfolgreich einsetzen. Ganz ehrlich: Ich weiß auch, dass man diese Werbeform richtig gut einsetzten kann. Aber genau hier beginnt die Story.

Denn die Mehrheit der kleinen und mittelgroßen Unternehmen klickt hier genau zweimal auf einen Button und löst damit das Ticket auf dem Weg nach „Das funktioniert für uns nicht“. Dabei ist das nicht wahr: Es funktioniert für alles, was sich über Facebook nunmal bewerben lässt. Für mich stellt sich viel eher die Frage, ob das Ziel (betriebs-)wirtschaftlich sinnvoll ist.

1. Fans gewinnen

Menschen geben richtig Geld dafür aus, Facebook Fans zu haben. Wie man mir oft erklärt, geht es dabei um die Relevanz der Seite. Weil eine Seite mit 10.000 Fans relevanter erscheint als eine Community mit 174, heißt es dann immer.

Viel kosteneffektiver wäre es, sich einfach irgendwelche Fans zu kaufen bis man auf der Wunschzahl ist. Bis man sich quasi relevant fühlt. Denn oft muss ich erleben, dass Fans, die über Werbeanzeigen kommen, nicht interagieren und damit auch nie etwas kaufen. Das ist traurig, denn wollen wir nicht mehr Fans um mehr zu verkaufen? Um bekannter zu werden? Tja, doof.

Wie man Fans gewinnt, die etwas kaufen, werde ich dann oft gefragt. Jahrelang hab ich gesagt, indem ihr hilfreich seid, unterhaltsam und menschlich. Dann hab ich zwischen dem 24. Dezember 2015 und dem 11. Januar 2016 genau das auf einer meiner Projektseiten gemacht. In den wenigen Tagen 8 Anleitungsvideos produziert, Blogposts zu immer aktuellen Themenveröffentlicht und sehr viel persönlicher geschrieben als zuvor. Und es wurde geteilt, darüber diskutiert und erst dann hab ich im Schnitt 20 neue, echt interessierte Fans pro Woche bekommen.

Das ist natürlich viel mehr Arbeit, als bei Google „Facebook Fans kaufen“ einzutippen. Zeit ist ja auch ein ernstzunehmendes Thema. Ich sehe es selbst bei mir in der Agentur. Neben dem Tagesgeschäft kann man nicht jeden Tag mal so locker was Hilfreiches aus dem Ärmel schütteln.

Wie es funktionieren kann:

Seite bewerbenWer mit dieser Art der Werbeanzeige relevante Fans finden möchte, sollte sie niemals über ein kleines Kästchen neben der Seite erstellen. Dort sind die voreingestellten Parameter etwa so fein wie eine Baggerschaufel, verglichen mit einem Haarkamm. Um Fananzeigen zu erstellen braucht man mindestens den Werbeanzeigenmanager. Zu finden hinter dem kleinen Pfeil in der blauen Leiste oben rechts. Noch besser den Power Editor. Den wiederum findet man im Werbeanzeigenmanager oben in der Mitte.

Dort lassen sich die Zielgruppen, wesentlich besser einstellen. Dort kann ich ganz klar festlegen, dass diese Anzeige Frauen zwischen 30 und 45 sehen sollen, die in einer Beziehung mit einer Frau sind und sich für Ernährung, Yoga und ein ganz spezielles Sportmagazin interessieren. Und dann funktioniert es plötzlich. Dann werden den richtigen Menschen die Anzeigen eingeblendet und die Fanbase wächst über die Werbeanzeigen.

2. Webseite bewerben.

Viele Firmen tragen im Infobereich ihrer Unternehmensseite auf Facebook ihre Webseite ein. Meinen eigenen Projekten bringt das immer wieder Traffic, wenngleich nicht viel. Man tut es halt, weil voll ausgefüllte Seiten besser gefunden werden. Aber nur die wenigsten Nutzer_innen verirren sich schließlich wirklich auf die Seitenansicht der Unternehmensseite um diesen Link zu finden. 

Fananzeigen BoxNun gibt es da aber so fiese Boxen, die nur Admins sehen. Darin steht, dass man für ganz wenig Geld jetzt die Seite hervorheben könne. Das stimmt teilweise. Diese Box ist verwandt mit dem kleinen Kästchen beim „Fans gewinnen“. Hier ist meine Abneigung aber nicht ganz so groß. Denn hier kann man die Zielgruppe vernünftiger eingeben.

Trotzdem fehlt für mich hier eine ganz wichtige Möglichkeit: Die Sprache. Nach allen Tests die ich in den letzten Jahren und Monaten gemacht habe, ist die fehlende Spracheinstellung immer wieder ein Grund, warum Menschen, die garantiert nicht lesen können, was auf einer Seite geschrieben wird, über solche Anzeigen auf Seiten aufmerksam gemacht werden. Dann wird geklickt. Wir bezahlen hübsch für den Klick. Aber der Fan, der vielleicht einfach nur ein interessantes Bild gesehen hat, der wird nicht zum Kunden. Er oder Sie hatten nie die Chance zu verstehen, was wir auf unserer deutschsprachigen Facebook-Seite schreiben. 

Wie es funktionieren kann:

Ich will mich nicht wiederholen. Es ist genau wie bei den Fan-Anzeigen: Erstelle solche Anzeigen einfach über den Werbeanzeigenmanager oder den Power Editor. Und bitte die Sprache unbedingt auswählen. 

Zudem muss ich sagen, Facebook-Nutzer_innen auf eine Webseite aufmerksam zu machen, ist ziemlich clever. Denn eines Tages wird Facebook nicht mehr cool sein. Der könnte schon näher sein, als wir denken. Und dann helfen uns die vielen Fans dort auch nichts mehr. Dann müssen wir einen anderen Weg haben, um die Menschen zu erreichen. Klar, dann wird es andere Kanäle geben. Aber E-Mail Marketing ist immer noch der effektivste Weg um im Internet etwas zu verkaufen.

Daher schalte ich gerne Anzeigen, die die Menschen auf eine Unterseite der Homepage oder auf eine Landingpage bringen und sie dort einlädt, Ihre E-Mail Adresse einzutauschen. Gegen einen Report. Ein E-Book. Einen kleinen Kurs. So gesehen, ist die Idee, eine Webseite zu bewerben, wirklich nachhaltig. Es ist für mich immer nur eine Frage, ob die Menschen auch wissen, was sie auf der Webseite tun sollen. Wenn ich jemanden einfach auf meine Webseite werfe, dann ist das ja leider nicht immer so. Und nur für’s Herumsuchen von jemandem auf meiner Website, möchte ich auch nicht bezahlen.

Jetzt kommen wir zum jüngsten Mitglied dieser Gruppe von Werbeanzeigen, die auf Facebook hübsch Werbebudget verbrennen:

3. Call to Action hervorheben.

Erst mal kurz zur Erklärung, was das überhaupt ist: Auf den Titelbildern von Facebook Unternehmensseiten gibt es seit einigen Monaten den Call-To-Action-Button. Damit kann man aus 10 verschiedenen Aufforderungen wählen, die dann in einem Button dargestellt werden. Etwa: Jetzt buchen. Jetzt anrufen. Registrieren. Wer darauf klickt, kann zu einer Webseite, einem Shop oder ähnlichem geleitet werden. Prinzipiell ist der Button also eine gute, wenn nicht sogar einen sehr gute Sache.

cta hervorheben fahne
Nun, seit einigen Wochen wird Unternehmensseiten, die nicht so dolle Interaktionsraten haben, gerne mal so ein blaues Fähnchen angezeigt, direkt über dem Call-To-Action Button. Auch an der rechten Seite, wo die Schnellauswertung der Klicks angezeigt werden. Dort wird man freundlich eingeladen, doch den Call-To-Action hervorzuheben.

CTA hervorhebenWer auf diesen Button klickt, wird wieder einmal in eine stark vereinfachte Werbemaske geführt. Wieder einmal ist die Auswahl der Zielgruppe  unglücklich. Aber dieses Mal ist der Link, auf den die Anzeige leitet, der Link, der auch hinter dem Call-To-Action-Button hinterlegt wurde. Ich räume ein, dass es vielleicht Fälle geben kann, wo das supergenial ist. Vielleicht. Aber sonst ist es eher so mittel. 

Wie es funktionieren kann:

Nun, genauso, wie bei Punkt 2. Indem man einfach eine Werbeanzeige auf eine Webseite schaltet. Etwa auf den Shop. Oder auf den Newsletter. Oder auf eine Spendenaktion. Mein Tipp wäre es hier aber, zusätzlich nur den schon bestehenden Fans diese Werbung anzuzeigen. Solche „Erinnerungsanzeigen“ haben in meinen Tests immer die besten Ergebnisse erreicht. Der „Kontakt ist schon warm“ würden der Vertrieb jetzt sagen.

Alternativ zeige ich diese Anzeigen auch immer gerne Menschen, die die Webseite schon einmal besucht haben. Ich habe dafür auf meinen Webseiten das Facebook Pixel eingebaut. Es erfasst, welche Facebook-Nutzer_innen schon mal da waren und zeigt die Anzeige dann punktgenau den richtigen Menschen. So verbrenne ich mein Werbebudget nicht und Fans sind auch glücklicher.

Herzlichst,

Sandra Staub

Sandra Staub

Ich bin Sandra Staub. Ex-Journalistin, Marketing-Ausbrecherin, Bloggerin, Autorin ('Facebook für Frauen') und freie Social Media Beraterin mit Frauen-Fokus. Bei mir wird erst strategisch überlegt und dann auch umgesetzt.
4 Comments
  • sven@conterest.de'
    Sven Lennartz
    Posted at 14:54h, 28 Januar Antworten

    Hallo Sandra,

    ja, es funktioniert. Und zwar ganz bestimmt für Facebook 😉

    „Im abgelaufenen Vierteljahr katapultierte der Internet-Gigant seinen Gewinn um 124 Prozent nach oben – auf 1,56 Milliarden Dollar. An der Börse löste der Zwischenbericht Jubel aus.“

    Zitat laut Handelsblatt von heute.

    • Sandra Staub
      Posted at 10:49h, 29 Januar Antworten

      Hi Sven,
      schön, dass Du bis hier her gelesen hast. Ja, Facebook profitiert davon, dass so viele Menschen einfach zu bequem sind, richtige Einstellungen in ihre Facebook Werbeanzeigen zu investieren. Daher auch mein Artikel. 🙂
      Liebe Grüße,
      Sandra

  • mail@capecoders.net'
    Klaus
    Posted at 21:49h, 01 Februar Antworten

    Man muss sich schon ein bisschen mit Facebook Ads auseinandersetzen und vor allem testen, testen und noch mal testen, um für sich und sein Unternehmen/Dienstleistung/Produkt die perfekte Werbeform und Zielgruppe zu finden. Zudem sollte man unbedingt das Facebook Pixel auf seiner Webseite einbauen und mit Custom Audiences und Look Alike Audiences arbeiten. Wenn man seine Hausaufgaben gemacht hat, dann kann das eine höchst profitable Werbeform sein. Bei meinen Website Conversion Ads erreiche ich ROIs von bis zu 1000%. Natürlich eignet sich Facebook nicht für alle Dienstleistungen und Produkte gleichermaßen.

    • Sandra Staub
      Posted at 10:44h, 03 Februar Antworten

      Hallo Klaus,
      ja, das hast Du schön zusammengefasst. 🙂
      Liebe Grüße,
      Sandra

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