Unsere Erfahrungen mit Transparenz: Kennzahlen im Mai

Unter Deck

03 Jun Unsere Erfahrungen mit Transparenz: Kennzahlen im Mai

Der zweite Beitrag in unserer Kolumnenreihe „Unter Deck“ – Jeden Monat veröffentlichen wir unsere aktuellen KPIs (Key Performance Indicators) und berichten von den Fortschritten des Content Captains

Vor einem Monat haben wir das erste Mal unsere Kennzahlen veröffentlicht und waren gespannt, was passiert. Heute können wir konstatieren: Unsere Erwartungen wurden übertroffen.

Transparenz – Was bringt’s?

Vier Vorteile erhofften wir uns von der Veröffentlichung unserer KPIs. Drei sind schon eingetreten:

1. Möglichkeit für Feedback:
Oft kennt ein Leser eine alternative, oft bessere Lösung zu unseren Herausforderungen. Manchmal schreiben sie uns diese sogar. Ronald hat das letzten Monat getan (Danke nochmal!) und uns einen guten Hinweis gegeben, wie wir die Produktseite aufpeppen (Work in Progress) können. Solltest du, lieber Leser, gerade einen Einfall haben, was wir besser machen können, schreibe uns bitte! Wir freuen uns sehr!

2. Größere Verantwortlichkeit:
Bisher haben wir am Ende jeden Monats unsere KPIs aus der Datenbank extrahiert und gesehen, wie wir stehen. Motiviert von der öffentlichen Sichtbarkeit unserer Performance fokussieren wir uns inzwischen viel mehr auf unsere Kennzahlen. Täglich wird uns nun der aktuelle Stand in unser internes Chat-Tool gepostet. Das motiviert das ganze Team zusätzlich.

3. Archiv unseres Abenteuers:
Wie sehr uns die alten Geschichten in einigen Jahren interessieren, wissen wir nach einem Monat noch nicht.

4. Vergleichspunkt für andere:
Wir möchten unsere Geschichte gerne erzählen, gerade weil wir (noch) kein Startup der Kategorie Facebook, Uber, etc. sind und so ein authentischeres Bild vom Startup-Leben zeigen als man es sonst oft liest. Das war die Rückmeldung zu unserem ersten Transparenz-Post:
Ein kritischer Kommentar („Ihr veröffentlicht als kleine Startup nicht belegte Zahlen.“), sehr viel Zuspruch und die zum damaligen Zeitpunkt besten Zugriffszahlen unseres Blogs.

Unsere Kennzahlen

In dieser Infografik haben wir die für uns relevanten Kennzahlen aufbereitet. Insgesamt sind wir zufrieden mit unseren Fortschritten.

Besucher der Website
Mit einem Sprung von 1.851 auf 2.867 haben wir unsere Besucherzahl in einem Monat um 55% steigern können. Die Umstellung unserer Beitragsfrequenz von einem auf zwei Blogposts pro Woche hat sich ausgezahlt. Unsere kuratierten Leseempfehlungen haben, wie erhofft, einige Influencer auf uns aufmerksam gemacht. Im Juni möchten wir die Reichweite für unseren Content Captain um weitere 40 % auf 4.000 Besucher erhöhen. Dafür werden wir nun aktiv auf Magazine und Blogs zugehen und von unserem Content Captain erzählen (Pressemitteilung und Pressematerial). Außerdem kaufen wir für insgesamt 50 € Reichweite für unsere Blogposts auf Facebook und schauen, wie weit uns dieses Geld bringt.
Ziel im Mai: 2.500 – übertroffen
Ziel im Juni: 4.000

Neuanmeldungen
Unsere Neuanmeldungen sind noch stärker gestiegen als die Besucherzahlen der Website: Um über 90% von 42 auf 80. Auch wenn wir die Konvertierung von Bloglesern zu Registrierungen noch nicht exakt messen, ist der Zusammenhang für uns offensichtlich. Im Juni möchten wir die Zahl der Neuanmeldungen proportional zu den Website-Besuchern um 40% auf 112 steigern. Als unterstützende Maßnahme stecken wir weitere 50 € in Facebook-Anzeigen, die direkt zu einer Registrierung führen sollen (im Gegensatz zur Reichweite für den Post oben).
Ziel im Mai: 50 – übertroffen
Ziel im Juni: 112

Aktive Nutzer
Wir hatten im Mai viel mehr aktive Nutzer als im April: Statt 62 waren es 113 (Wachstum um 82%). Das ist vor allem unseren vielen Neuanmeldungen geschuldet. Wir haben weniger „alte“ Nutzer reaktiviert als erwartet. Unsere dazu erdachte Maßnahme, Emails mit den beliebtesten Postingvorschlägen zu verschicken, ist technisch komplexer als gedacht. Die Email schaut in jedem Email-Programm unterschiedlich aus. Während sie bei unseren Entwicklern wirklich hübsch dargestellt wird, werden bei mir die Bilder unterschiedlich groß dargestellt (Screenshot). Bei anderen schaut es völlig verzogen aus.
Problem EmailIm Juni versuchen wir, inaktive Nutzer wieder für den Content Captain zu begeistern. Dazu werde ich eine persönliche Email schreiben und ein Telefonat anbieten. So möchten wir herausfinden, was die Hürden für eine höheren Nutzung sind. Als Ziel haben wir dabei 200 aktive Nutzer. Außerdem feilen wir weiter an der Email.
Ziel im Mai: 100 – übertroffen
Ziel im Juni: 200

Geteilte Artikel
Die 113 Nutzer im Mai haben zusammen natürlich mehr Artikel geteilt als die 62 Nutzer im April: Mit 392 Beiträgen haben unsere Nutzer insgesamt 39% mehr Posts über den Content Captain verfasst als noch im April. Trotzdem haben wir damit unser Ziel für den Mai verfehlt. Aufgrund der gestiegenen Nutzerzahl hätte die Anzahl der geteilten Artikel um einiges mehr steigen müssen. Wie schon oben geschildert hat unsere Email-Maßnahme nicht die erhoffte, intensivere Nutzung gebracht. Für den Juni möchten wir wieder auf die durchschnittlich 4 Posts pro Nutzer kommen (durch die persönliche Kommunikation). Bei den angestrebten 200 Nutzern ergibt sich ein Ziel von 800 geteilten Artikeln.
Ziel im Mai: 500 – verfehlt
Ziel im Juni: 800

Enterprise Kunden
Hier müssen wir den einzigen Rückgang zum Vormonat zu verzeichnen. Nach neun Kunden im April stehen wir Ende Mai bei acht. Verlassen hat uns die Gartenmesse München. Nach dem Ende der Messe wird der dafür erstellte Themen-Hub zum Thema Garten nicht mehr weitergepflegt und das Posten über den Content Captain nicht mehr benötigt. Damit haben wir gerechnet. Wir dachten allerdings, dass wir zwei Interessenten im Mai zu Kunden konvertieren. Das haben wir uns jetzt wieder für den Juni vorgenommen.
Ziel im Mai: 10 – verfehlt
Ziel im Juni: 10

Vertrieb – eine Herausforderung für jedes Startup

Unser Ziel im Vertrieb haben wir verfehlt. Das ist in der deutschen Startup-Welt gar nicht so selten. Vertrieb ist oft das vernachlässigte Stiefkind der Gründer. Auch wir hatten am Anfang Flausen im Kopf und dachten, unser Produkt würde sich mehr oder weniger von selbst verkaufen. Dabei ist es mit der Enterprise-Version des Content Captains genauso wie mit 99% der Unternehmenssoftware. Wir müssen uns mindestens einmal mit den Verantwortlichen treffen (bei großen Projekten eher 2-4 Mal) und den Content Captain präsentieren und erklären. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Kauf dauert es zwischen 3 und 9 Monate. Also wird jemand, den wir heute kennnenlernen, erfahrungsgemäß im November Kunde. Deswegen müssen wir konstant neue potenzielle Kunden ansprechen.

Die Ansprache ist für uns enorm aufwendig: Wen sprechen wir an? Wie sprechen wir an – Email, Telefon, Brief? etc. Über unsere neuestes Update im Content Captain möchten wir diese Lead-Generierung teilweise automatisieren. Wir weisen den Nutzer nun auch in der freien Version des Content Captains auf die tollen Möglichkeiten der Enterprise-Version hin.

Meilensteine im Juni

Heimlich still und leise haben wir den Content Captain nun endlich auf einen Stand gebracht, den wir guten Gewissens als „Content Captain 1.0“ bezeichnen (Pressemitteilung). Neben den oben erwähnten Hinweisen auf die Enterprise-Version ist nun auch die Premium-Version verfügbar.
Neben den genannten Kennzahl-Zielen möchten wir noch zwei weitere Meilensteine im Juni erreichen:
– Unseren ersten Tester der Premium-Version
– Unsere erste Anfrage zur Enterprise-Version, die über den Content Captain kommt.

Wir sind gespannt, was der Juni noch bringt und freuen uns auf jedes Feedback!

Moritz Orendt

Meine Segelerfahrungen beschränken sich bisher auf ein paar Versuche auf dem Starnberger See und auf eine Woche Ostsee mit 16. Umso mehr freue ich mich, mit dem Content Captain einen echten Kapitän aus der Taufe gehoben zu haben.
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