Suchmaschinenwerbung: Wem nutzen AdWords und Co.?

18 Feb Suchmaschinenwerbung: Wem nutzen AdWords und Co.?

Bisher haben wir uns auf dem Content Captain Blog vor allem mit Social Media und Content Marketing beschäftigt. Aber Online-Marketing ist zu einem Großteil nach wie vor Google. Deswegen haben wir uns die Expertin Marlies De Roche ins Haus geholt, um uns die Grundlagen von Werbung auf Google zu erklären:

Was ist Suchmaschinenwerbung?

Bestimmt sind Ihnen schon die Anzeigen aufgefallen, die auf (fast) allen Suchmaschinen im Netz prominent platziert werden. Gerade auf Google sind Anzeigen nicht mehr weg zu denken. Wenn Sie jetzt sagen: „Anzeigen, auf Google? Ist mir noch nicht aufgefallen!“, stehen Sie aber auch nicht alleine da. Die Anzeigen sind so eingestellt, dass sie sich ins Erscheinungsbild der Suchmaschinen einfügen und nicht mit blinkenden Bannern und lästigen, Bildschirm-verdeckenden Anzeigen vergleichbar sind.

Die Werbung auf Suchmaschinen heißt Suchmaschinenwerbung, das Werbeprogramm von Google heißt AdWords. Da Google hierzulande die beliebteste Suchmaschine ist, spreche ich ab jetzt der Einfachheit wegen von AdWords, wenn ich Suchmaschinenwerbung meine. Denn die Werbeprogramme der anderen großen Suchmaschinen funktionieren nach denselben Prinzipien.

Was ist das Besondere an AdWords?

Eines vorweg: Bei Google AdWords handelt es sich nicht um „klassische“ Werbung in dem Sinne, möglichst viele Leute anzusprechen, ohne unbedingt dort zu werben, wo sich die Zielgruppe aufhält. Das beste Beispiel dafür ist die Plakatwerbung. Nein, bei AdWords erscheint die Werbung im Regelfall genau dort, wo sich die Zielgruppe „herumtreibt“. Das heißt: der User ( = derjenige, der auf Google nach Informationen sucht) findet die Werbung, nicht umgekehrt.

Aber wie kann das gehen? Sie stellen mittels Keywords selbst ein, wie Sie vom User gefunden werden wollen. Wenn der User dann nach einem dieser Keywords sucht, erscheint eine ebenfalls von Ihnen erstellte Anzeige zu diesem Thema. Klickt dann der User auf Ihre Anzeige, wird er auf Ihre Website geleitet.

Und wieviel muss man da bezahlen? Bei AdWords zahlt der Werbende einen Preis für den Klick des Users auf die Anzeige des Werbetreibenden. Dabei hat jedes einzelne Keyword einen spezifischen Preis für den Klick. Dieser variiert nach Keyword. Darüber hinaus können Sie einstellen, wie viel Geld pro Tag maximal ausgegeben werden soll, zu welchen Tagen und Uhrzeiten die Werbung geschaltet werden soll etc.

Welche Keywords soll ich verwenden?

Welche Keywords Sie verwenden, hängt ganz von Ihrem Angebot ab. Idealerweise entsprechen diese Ihrer Produktpalette so genau wie möglich und decken sich außerdem damit, wie ein User auf Google nach Ihren Produkten/Dienstleistungen sucht. Wie bereits erwähnt steht bei AdWords nicht im Vordergrund, möglichst viele Leute zu erreichen und zu hoffen, dass auch einige Leute der eigenen Zielgruppe dabei sind und zu Kunden werden. Vielmehr geht es darum, die eigene Zielgruppe möglichst genau zu erreichen. Und hier schließt sich der Kreis, denn um die Zielgruppe/User erreichen zu können, muss man wissen, welche Keywords sie suchen würde.

Werbung auf Google und Facebook, was ist der Unterschied?

Selbst wenn man bei Facebook Werbungen für gewisse Interessensgruppen schalten kann, ist diese Werbung dennoch nicht so gezielt wie auf Google. Die Menschen, die Facebook nutzen, tun dies aus den verschiedensten Gründen. So wollen diese zum Beispiel wissen, was sich in ihrem Umfeld bzw. Freundeskreis tut und suchen nicht gezielt nach Produkten oder Dienstleistungen. Selbst wenn die Facebook-User für bestimmte Themen offen sind, signalisiert das noch lange keine Kaufbereitschaft für Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen. User hingegen, die auf Google nach einem Keyword suchen, wollen aktiv Informationen zu dem entsprechenden Produkt, der entsprechenden Dienstleistung erhalten. Findet der User das, was er gesucht hat, mittels einer aussagekräftigen Anzeige, ist er wahrscheinlich auch geneigt, zum Käufer zu werden. Kurzum: Sie, als Werbender müssen also nicht um die Aufmerksamkeit des potenziellen Käufers in der Masse oder innerhalb einer Interessensgruppe buhlen, sondern können Ihr Angebot zielgerecht präsentieren.

Alles schön und gut, aber wem nutzen diese Anzeigen? Bzw. wer sollte Anzeigen schalten?

Die meisten großen Unternehmen schalten bereits AdWords Werbung, auch sind große Onlineshops von Amazon bis Zalando längst dabei. Aber auch für lokale Dienstleister und Nischengeschäfte ist Platz auf AdWords. Die Frage ist nur, wie das Angebot optimal präsentiert wird. Wichtig ist hierbei wie schon erwähnt immer mit den Keywords nahe am eigenen Produkt zu bleiben, das heißt auf Klasse statt auf Masse zu setzen. Denn auch auf AdWords kann man unter Umständen schneller Geld verbrennen als man „Aber Hallo!“ sagen kann. Natürlich braucht man neben guten Keywords, auch gute Texte, die in der begrenzten Zeichenanzahl die Alleinstellungsmerkmale Ihrer Produkte hervorheben.

Kurz gesagt: Mit AdWords sollte Sie dann werben, wenn Sie genau wissen
– wie ein User Ihr Angebot suchen würde,
– wer Ihre Zielgruppe ist und
– wie Sie diese mittels Anzeigentexten ansprechen.

Und wenn Sie genau vor Augen haben, was Sie mit der Werbung erreichen wollen (im Hinblick auf Margen etc.) sind Sie ein ausgezeichneter Kandidat für die Werbung mit AdWords und Co., ohne unnötig Geld auszugeben.

Viel Erfolg!

Marlies De Roche

Bildnachweis: FirmBee – pixabay.com

 

 

 

Marlies De Roche

Marlies De Roche

Als ehemalige Mitarbeiterin von Google Ireland Ltd. bin ich so etwas wie eine AdWords und Analytics "Veteranin". Aktuell bin ich selbständig und berate KMU in Sachen Online Marketing mit Schwerpunkt Suchmaschinenwerbung. Außerdem bin ich Mitgründerin des Bloggerinnen-Netzwerks BlogF.
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