Curated Content: 10 Beispiele, die den Mehrwert von Content Curation beweisen

Kieselstrand

21 Mai Curated Content: 10 Beispiele, die den Mehrwert von Content Curation beweisen

Ein neuer Beitrag in unserer Kolumnenreihe “Land in Sicht!” – Heute Curated Content Beispiele von Content Kapitän Moritz Orendt.

Im Museum werden Kunstwerke kuratiert, im Content Marketing Inhalte. Beides informiert die Besucher und macht Expertise nach außen sichtbar. Bei einer Sache unterscheiden sich diese zwei Kuratierungsarten jedoch sehr: den Kosten. Die Ausstellung von Kunstwerken ist teuer, das Teilen von digitalen Inhalten ist mit den richtigen Tools wenig Aufwand. Content Curation wirkt trotzdem nicht im Primark-Sinne billig, sondern bietet echten Mehrwert. Wer daran noch zweifelt: Ich möchte mit den folgenden 10 Beispielen für exzellenten Curated Content auch die hartnäckigen Skeptiker überzeugen.

1. Niuws
Wir beginnen abseits der großen drei Kuratierungsspielwiesen (Social Networks, Newsletter, Blogs) mit einer App, die komplett auf Content Curation baut. Die funktional schlichte App „Niuws“ stellt Experten in den Mittelpunkt. In sogenannten Themen-Boxen geben diese Leseempfehlungen und kommentieren die Artikel kurz. Für mich eine der besten Nachrichten-Apps, eben dank der kompetenten Kuratoren. Diese brauchen dafür laut eigenen Angaben nur 15 Minuten am Tag.

Curated  Contennt auf Social Media: 3 Präsenzen mit Mehrwert

Einige propagieren für Social Networks die Drittel-Regel: 1/3 Eigenwerbung, 1/3 persönliche Interaktion mit den Fans und 1/3 Curated Content. Ich sehe das nicht so dogmatisch und finde vor allem wichtig, dass die Eigenwerbung nicht überhand nimmt. Wegen spannender Leseempfehlungen und interessanten Denkanstößen folge ich diesen drei Accounts auf Facebook und Twitter:

2. Lousy Pennies
Seit 2013 verbloggen Karsten Lohmeyer und Stephan Goldmann regelmäßig ihre Gedanken zum Geldverdienen mit Journalismus im Netz. Auch wenn sich die Frequenz der beiden momentan auf überschaubare 1-3 Blogposts im Monat beläuft, ist die Facebook– und Twitter-Präsenz eine täglich sprudelnde Quelle informativer Links, Denkanstöße und Diskussionen.

3. Kristine Honig
Kristine Honig ist eine Bloggerin und Beraterin an der Schnittstelle von Social Media, Tourismus und Bloggen. Da wir unsere ersten Schritte in der Reisebranche gemacht haben, war und bin ich an allen Infos zu Social Media im Tourismus interessiert. Über Kristine Honigs Twitter-Account bleibe ich da auf der Höhe.

4. INNOVATE:MEDIA
Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien unterstützt mit dieser Initiative Medienmacher in der sich rasant ändernden Medienwelt. Mir bietet INNOVAT:MEDIA schon mit ihren Social-Media-Accounts Mehrwert: Ich stoße darüber oft auf spannende Inhalte, die ich sonst verpasst hätte.

Curated Content per Email: 3 nützliche Newsletter

Gute, redaktionell befüllte Newsletter sparen den Abonnenten Zeit. Der Kurator filtert die relevantesten Inhalte für ein Thema heraus und ordnet sie durch einen Kommentar gleich noch ein. Der Vorteil eines Email-Newsletters im Gegensatz zu Facebook & Co liegt auf der Hand: Die Inhalte werden zuverlässig versendet und versanden nicht wegen Algorithmen oder dem lustigen Katzen-Video nebenan. Die folgenden Newsletter sind vorbildlich kuratiert:

5. Publishing Report
Jeden Freitag um zwölf landet bei mir der Publishing Report von Tobias Gillen in der Mailbox. Dabei kondensiert er die wichtigsten News der Woche rund um das Bloggen und packt sie in eine übersichtliche Email. Sehr nützlich!

6. heute2
Das Fundament des Mediendienstes turi2 (Selbstverständnis: „Newsstream der Branche“) ist der Newsletter heute2. Darin werden alle für Medienmacher relevanten Nachrichten kuratiert und zwei Mal täglich an 26.000 Abonnenten verschickt. Beeindruckende Zahl!

7. Stratechery Daily Update
Ben Thompson betrachtet auf Stratechery Technologie aus der strategischen Business-Perspektive. Über 1.000 Abonnenten zahlen für seine täglichen Kommentare $ 10 im Monat. Für mich lohnt sich das!

Curated Content auf Blogs: 3 erlesene Linklisten

Curated Content Blogposts werden oft als one-stop-shop für Inhalte bezeichnet: Der Leser findet an einem Ort alles, was ihn interessiert. Ihm wird das aufwendige Suchen an verschiedenen Plätzen erspart – wie in einem guten Einkaufszentrum. Für den Autoren ist diese Art des Posts nicht sehr aufwendig: Die Inhalte kennt er und hat sie vielleicht sogar schon kommentiert auf den Social Networks geteilt. Meine Pflichtlektüren:

8. „Weekly Links“ auf Meshed Society
Jeden Donnerstag veröffentlicht Martin Weigert seine wöchentliche Auswahl von wichtigen Nachrichten, fundierten Meinungen und interessanten Analysen aus der digitalen Welt. Einer meiner Lieblingskolummnen im großen, weiten Internet.

9. Netzwirtschaft.net
Eine Website, bestehend aus Curated Content. Daniel und Thomas veröffentlichen einmal pro Woche „Digitale Workouts“ mit dem Ziel, deine Digitalkompetenz zu stärken. Die Trainingseinheiten setzen sich aus zehn redaktionell ausgewählten Erfolgsgeschichten, Best Practices und HowTos zusammen. Die Workouts sind humorvoll aufbereitet und ich lerne etwas dabei.

10. „Ins Netz gegangen“ auf dem Content Captain Blog
Seit zwei Wochen kuratiere ich auf diesem Blog 7 hoffentlich nützliche und interessante Leseempfehlungen zu Social Media und Content Marketing. Was meine Linkliste von allen anderen unterscheidet, ist die Darstellung der Links: Über den Content Captain erstelle ich ein Snippet, das die Links auf dem eigenen Blog genauso schick wie auf Facebook darstellen.

Wir suchen dafür noch Tester: Wenn du also Lust hast, auch eine kuratierte Linkliste mit diesen Snippets zu erstellen, melde dich bitte bei mir.

Fazit

Natürlich ist diese Auswahl sehr durch meine Interessen bestimmt. Ich hoffe, die Kuratierungsskeptiker sind trotzdem überzeugt. Für andere Bereiche gibt es sicherlich genauso viele Beispiele.
Was ich noch loswerden will: Der Zusatzaufwand für die Kuratierung auf allen Spielwiesen (Social Media, Email, Blog) ist nicht sehr groß, da du die gleichen Inhalte auf allen Plattformen teilen kannst. Und mit dem richtigen Tool kannst du das sehr bequem zentral steuern. Im Moment bietet sich dafür Hootsuite Pro an. Demnächst gibt es diese Möglichkeit auch im Captain.

Mich interessiert sehr, welche Beispiele für gute Kuratierung du kennst. Ich freue mich, wenn du deine Favoriten in den Kommentaren postet.

Moritz Orendt

Meine Segelerfahrungen beschränken sich bisher auf ein paar Versuche auf dem Starnberger See und auf eine Woche Ostsee mit 16. Umso mehr freue ich mich, mit dem Content Captain einen echten Kapitän aus der Taufe gehoben zu haben.
3 Comments
  • redaktion@berufebilder.de'
    Simone Janson
    Posted at 17:27h, 21 Mai Antworten

    Hallo Moritz,
    darf man auch Eigenwerbung machen? Ich betreibe unter http://berufebilder.de/news/ einen Branchendienst für HR-Medien, bei dem die Beiträge mit Tags und Suchfunktion sortiert werden können. Vielleicht ist das ja interessant?

    • Moritz Orendt
      Posted at 17:31h, 21 Mai Antworten

      Danke Simone für den Tipp! Ein toller Branchendienst, den du da aufgezogen hast

      Und Eigenwerbung finde ich grundsätzlich immer OK, wenn man dahinter steht.

      Lieben Gruß aus München!

  • contact@linktencia.com'
    team LINKTENCIA
    Posted at 13:31h, 09 Januar Antworten

    Hallo Moritz & Matrosen

    Wir stellen uns die Frage, warum curated Linkliste nur einmal, zum Zeitpunkt der Publikation nutzen — warum aus der Arbeit nicht langfristig Kapital schlagen?!

    Unser Motto: Statt Links in chronologischer Content-Masse durch Tags und weiterer Würze ein umfassendes Link- und Wissensportal wachsen lassen.

    Gedanke soll mehr als Eigenwerbung sein, wir freuen uns über Diskussion 🙂

    Viele Grüße

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